Nach dem ganzen Grenzstress und vor dem nächsten Ritt in die Wüste – entlang der legendären Eisenerzbahn – haben wir uns erst mal ein paar Tage Pause bei Victor gegönnt.
Von Victors Camp aus sind es rund 7 km bis ins Zentrum von Nouadhibou. Ehrlich gesagt: ein absolutes Dreckloch. Schlimmer noch, als ich es von meinen früheren Touren in Erinnerung hatte.


Aber nutzt ja nix, die Vorräte mussten schließlich wieder aufgefüllt werden. Bei Victor auf dem Platz lässt es sich dafür richtig gut aushalten. Man trifft jede Menge andere Overlander, tauscht fleißig Pisten- und Reise-Infos aus und abends wird zusammen gegessen und geklönt.

Weil in Mauretanien striktes Alkoholverbot herrscht, hatten wir natürlich vorgesorgt. Ein kleiner Vorrat war an Bord – und den haben wir vorsichtshalber absolut unauffällig und „gut gesichert“ über die Grenze gebracht.

Das Wetter ist hier aktuell noch ziemlich unbeständig, deshalb müssen wir die Route für die Weiterfahrt genau planen. Das gilt für die Wüste, aber vor allem für den späteren Grenzübertritt in den Senegal:
Die Piste über den Damm bei Diama ist wegen der Regenfälle zurzeit komplett unpassierbar. Und der einzig verbleibende offizielle Übergang – Rosso – ist wegen des extremen Chaos und der hemmungslosen Abzocke für uns ein absolutes No-Go. Wenn man im Moment in den Senegal will, hat man sprichwörtlich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich hoffe einfach, dass sich das Wetter beruhigt und die Piste nach Diama abtrocknet, bis wir so weit sind.


Jetzt geht es in den nächsten Tagen aber erst einmal raus in die Wüste!