Der Grenzübergang von Marokko nach Mauretanien hat es zurzeit echt in sich. Und das ist leider keine Ausnahme: Aktuell klagen wirklich alle über extrem lange Wartezeiten. Wir haben satte 28 Stunden gebraucht – vom Einreihen in die Warteschlange bis wir endlich drüben in Mauretanien waren.
Wir kamen gegen 13 Uhr an und waren etwa das 70. Auto in der Schlange. Bis abends um 18 Uhr die Grenze dichtgemacht wurde, waren wir immerhin schon bis auf die 30. Position vorgerückt. Die meisten Leute haben dann ihre Autos verlassen und sich ein Zimmer in einem der Hotels gesucht, die hier wohl speziell für die über Nacht hängengebliebenen Reisenden gebaut wurden. Wir haben das anders gelöst: Wir sind gemütlich was essen gegangen,

haben unsere Stühle ausgepackt und uns einen schönen Abend direkt an der Grenze gemacht.



Wir haben in unseren Autos geschlafen. Am nächsten Morgen öffnete der Schlagbaum wieder und das Chaos begann erst richtig. Einige Leute hatten schlichtweg verschlafen. Deren Autos standen verlassen in der Schlange, sodass die Nachfolgenden nicht aufrücken konnten. Andere wiederum kamen von ganz hinten und preschten gnadenlos in diese Lücken. Das führte zu solchen Tumulten, dass irgendwann die Polizei einschreiten musste, um Schlimmeres zu verhindern. Eine absolut unglaubliche Situation!
Gegen 11 Uhr durften wir dann endlich rein aufs Gelände, und zwei Stunden später hatten wir die marokkanische Grenzanlage hinter uns gelassen.

Jetzt kam aber erst noch die mauretanische Grenze mit den ganzen Polizei- und Zollabwicklungen. Hier haben wir uns einen Fixer genommen, damit das Ganze reibungsloser abläuft. Das dauerte zwar auch noch mal ca. zwei Stunden, dafür aber immerhin ohne Wartezeit vor der eigentlichen Grenzanlage. Als wir den rettenden Stempel im Pass hatten, waren es noch etwa 50 Kilometer bis Nouadhibou. Gegen 17 Uhr rollten wir dann endlich im Camp Victor ein.
Geschafft!!!