Auf dem Weg nach Zagora

Wir sind vom Norden Marokkos, genauer gesagt von Nador über Oujda, bis nach Zagora meistens nur über Pisten gefahren. Es ging über weite Strecken durch ein karges Hochland und über raue, steinige Pässe quer durch das Gebirge.

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Was auf dieser Etappe besonders deutlich wurde: Die Klimaveränderung ist auch hier in Marokko unverkennbar zu spüren. Viele der Pisten waren durch Schlammlawinen und Moränenabgänge immer wieder unterbrochen und teilweise nur schwer zu überwinden. Einmal war nach rund 100 Kilometern hart erkämpfter Piste die Straße komplett weggespült und überflutet. Uns blieb nichts anderes übrig, als einen lokalen Guide anzuheuern, der uns weiträumig und sicher um die Wassermassen herumführte.

Endlich im Wüstenflair von Zagora angekommen, haben wir uns erst einmal einen schönen Campingplatz zum Durchschnaufen gesucht. Danach ging es für unsere Autos in die uns bereits bekannte „Garage Jaboud Challenge“ – nach den Strapazen der Pisten haben wir sie einmal komplett durchchecken und neu abschmieren lassen, damit die Technik für die nächsten Etappen fit bleibt.

Nachdem die Kühlschränke wieder aufgefüllt und die Reisewäsche gewaschen war, stand ein wenig Kultur auf dem Programm. Wir haben uns eine gut 400 Jahre alte Kasbah angeschaut, die tatsächlich bis heute bewohnt ist. Es ist absolut beeindruckend, aber auch nachdenklich stimmend, unter welchen einfachen und teils harten Bedingungen die Menschen dort ihren Alltag meistern.

Morgen packen wir wieder zusammen und fahren weiter in Richtung Westsahara. Wenn die Niederschläge der letzten Zeit es zulassen, wollen wir versuchen, im Wadi Draa – einem normalerweise ausgetrockneten, endlos langen Flussbett – zu fahren. Drückt uns die Daumen, dass uns der Wasserstand keinen Strich durch die Rechnung macht!

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