{Letzte Änderung 23/07/2026 durch Kalle}
Kreditkarte + Geld + Währungen (Stand Juli/2026)
Die Wechselkurse basieren auf dem aktuellen Stand von Juli 2026. Damit hast du an den Straßenständen und Grenzen sofort die passenden Zahlen im Kopf, um krumme Händlerkurse zu entlarven.
Schnelle Vergleichstabelle:
Euro vs. Afrika-Währungen (Stand 2026)
| Land / Region | Währungsname (Code) | Wie viel Landeswährung kriegst du für 100,- €? | Wie viel Euro wert sind 100 Einheiten? | Wie viel Euro wert sind 1000 Einheiten? |
| Angola | Kwanza (AOA) | ~104.700 AOA | 0,10 € | 0,95 € |
| Äthiopien | Birr (ETB) | ~12.200 ETB | 0,82 € | 8,20 € |
| Botswana | Pula (BWP) | ~1.500 BWP | 6,66 € | 66,60 € |
| Gambia | Dalasi (GMD) | ~7.500 GMD | 1,33 € | 13,30 € |
| Ghana | Cedi (GHS) | ~1.650 GHS | 6,05 € | 60,50 € |
| Guinea | Guinea-Franc (GNF) | ~935.000 GNF | 0,01 € | 1,07 € |
| Kenia | Kenia-Schilling (KES) | ~14.100 KES | 0,71 € | 7,10 € |
| Kongo (Dem. Rep.) | Kongo-Franc (CDF) | ~310.000 CDF | 0,03 € | 3,22 € |
| Madagaskar | Ariary (MGA) | ~500.000 MGA | 0,02 € | 2,00 € |
| Malawi | Kwacha (MWK) | ~190.000 MWK | 0,05 € | 0,53 € |
| Marokko | Dirham (MAD) | ~1.080 MAD | 9,25 € | 92,50 € |
| Mauretanien | Ouguiya (MRU) | ~4.300 MRU | 2,32 € | 23,20 € |
| Mauritius | Mauritius-Rupie (MUR) | ~5.100 MUR | 1,96 € | 19,60 € |
| Mosambik | Metical (MZN) | ~6.900 MZN | 1,45 € | 14,50 € |
| Namibia | Namibia-Dollar (NAD) | ~1.870 NAD | 5,35 € | 53,50 € |
| Nigeria | Naira (NGN) | ~160.000 NGN | 0,06 € | 0,62 € |
| Ruanda | Ruanda-Franc (RWF) | ~142.000 RWF | 0,07 € | 0,70 € |
| Sambia | Sambischer Kwacha (ZMW) | ~2.900 ZMW | 3,45 € | 34,50 € |
| Seychellen | Seychellen-Rupie (SCR) | ~1.520 SCR | 6,60 € | 66,00 € |
| Sierra Leone | Leone (SLE) | ~2.450 SLE | 4,10 € | 41,00 € |
| Simbabwe | Zimbabwe Gold (ZiG) | Aktuell extrem volatil / US-Dollar bar nutzen! | – | – |
| Südafrika | Rand (ZAR) | ~1.870 ZAR | 5,35 € | 53,50 € |
| Tansania | Tansania-Schilling (TZS) | ~285.000 TZS | 0,03 € | 3,50 € |
| Uganda | Uganda-Schilling (UGX) | ~405.000 UGX | 0,02 € | 2,46 € |
| West- & Zentralafrika | CFA-Franc (XOF / XAF) | ~65.600 CFA | 0,15 € | 1,52 € |
Tipp zu den Währungs-Zonen:
- Der CFA-Franc-Block: In Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal, Togo sowie Kamerun, Kongo-Republik, Gabun und Äquatorialguinea gilt der CFA-Franc. Dieser ist fest an den Euro gekoppelt (1 € = ~656 CFA). Da kann dich kein Straßenhändler anschmieren, der Kurs steht wie eine Eins! [3, 4, 5]
- Die Rand-Zone: Der Namibia-Dollar ist 1:1 an den südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt. Du kannst in Namibia überall bar mit echten südafrikanischen Rand bezahlen.
Wenn es ums Verhandeln auf dem afrikanischen Asphalt geht, sind offizielle Bankkurse oft reine Theorie. In Ländern mit Devisenknappheit existiert ein massiver Schwarzmarkt oder Parallelmarkt (Händler auf der Straße, indische/libanesische Supermärkte, oft sogar Hoteliers).
Wenn du dort mit offiziellem Bankgeld zahlst, zahlst du extrem drauf. Hier sind die vier Länder auf meine Route, bei denen die Schere am brutalsten auseinandergeht:
Nigeria (Naira – NGN)
In Nigeria ist der Parallelmarkt (oft „Aboki-Kurs“ genannt) das Maß aller Dinge. [1]
- Offizieller Kurs (Bank): 100,- € = ca. 160.000 NGN
- Schwarzmarkt-Kurs: 100,- € = ca. 163.000 NGN
- Deine Umrechnung (Straße): Für 100,- € kriegst du auf dem Schwarzmarkt spürbar mehr Scheine in die Hand. 1.000 Naira sind auf der Straße real nur knapp 0,61 € wert. [1, 2]
Malawi (Kwacha – MWK)
Malawi leidet chronisch unter Treibstoff- und Devisenmangel. Offiziell wird die Währung künstlich gestützt, im echten Leben läuft alles über den Parallelmarkt. [4, 5]
- Offizieller Kurs (Bank): 100,- € = ca. 190.000 MWK
- Schwarzmarkt-Kurs: 100,- € = ca. 240.000 bis 260.000 MWK
- Deine Umrechnung (Straße): Banken und Geldautomaten (ATMs) in Malawi meiden! Wenn du bar Euro oder Dollar gegen Kwacha tauschst, sind 1.000 MWK auf der Straße nur rund 0,40 € wert (statt der offiziellen ~0,53 €).
Simbabwe (Zimbabwe Gold – ZiG)
- Die Realität: Vergiss den offiziellen „ZiG“ (Zimbabwe Gold) komplett für deine Kalkulation. Das Land hat im Alltag eine De-facto-Dollar-Wirtschaft.
- Deine Strategie: Rechne an den Ständen gar nicht erst in Landeswährung um. Bezahle alles – vom Tanken bis zur Banane – direkt bar in US-Dollar. Die Händler rechnen den Preis im Kopf meist direkt in USD ab. Hab extrem viele kleine, unbeschädigte 1-, 5- und 10-Dollar-Scheine für das Wechselgeld dabei.
Drei eiserne Regeln für den Schwarzmarkt:
- Niemals alles zeigen: Zeige niemals dein ganzes Geldbündel. Hab das Geld für den Tausch passend in einer separaten Tasche greifbar.
- Erst das Geld, dann der Abflug: Zähle das erhaltene Bündel Landeswährung zweimal selbst nach, bevor du deine Euros oder Dollars rübergibst. Beliebter Trick: Der Händler zählt es dir vor, nimmt es kurz zurück und lässt beim Einpacken unbemerkt die Hälfte im Ärmel verschwinden.
- Keine ATMs nutzen: In Äthiopien und Malawi verlierst du beim Abheben am Geldautomaten sofort bares Geld, weil die Automaten dich stur zum schlechten offiziellen Kurs abrechnen.
Tausch-Hotspots
Damit du im Cockpit den Überblick behältst, egal aus welcher Richtung du anrollst, sind hier die klassischen, bewährten Tausch-Hotspots für diese vier Wackelkandidaten. Speicher dir das am besten offline ab:
Nigeria: Das Aboki-Netzwerk
In Nigeria gehst du für den Parallelmarkt nicht in Hinterhöfe, das Geschäft ist völlig offen institutionalisiert. Die Geldwechsler heißen Aboki (meist Hausa-Männer aus dem Norden).
- Wo du sie findest: Sie sitzen in jeder größeren Stadt konzentriert an bestimmten Ecken. In Lagos ist der bekannteste Hub rund um die Bristol Hotel Area oder am Flughafen. In Abuja stehen sie oft im Viertel Wuse Zone 4.
- Overlander-Tipp: Frag einfach im Camp oder deinen Host nach dem nächsten „Aboki“. Die Kurse sind extrem kompetitiv, du kannst problemlos zwischen zwei Händlern vergleichen, die nur fünf Meter auseinanderstehen.
Malawi: Die Tankstellen-Broker
Malawi ist entspannt zu bereisen, aber der Devisenmangel ist omnipräsent.
- Wo du sie findest: Die Hotspots sind die Grenzorte (wie Songwe im Norden zu Tansania oder Mchinji im Westen zu Sambia). Direkt hinter der Schranke stehen die Jungs mit den Geldbündeln. In den Städten wie Lilongwe oder Blantyre sind es oft die indisch- oder libanesischstämmigen Besitzer von Supermärkten und Elektronikläden.
- Overlander-Tipp: Wenn du an einer Tankstelle bar in Dollar bezahlst, rundet der Tankwart den Wechselkurs oft schon von sich aus massiv zu deinen Gunsten auf, um an die Scheine zu kommen.
Simbabwe: Der Sprit-Tausch
Da in Simbabwe ohnehin der US-Dollar regiert, musst du hier selten Landeswährung auf der Straße jagen. Aber du brauchst Sprit.
- Wo du tauschst: An vielen Tankstellen im Landesinneren gibt es zwei Preise: einen utopischen in offiziellen ZiG (den niemand zahlt) und den echten in USD-Cash.
- Overlander-Tipp: Hab hier immer ein Auge auf dein Wechselgeld. Wenn dir ein Händler statt kleinen Dollar-Scheinen plötzlich südafrikanische Rand (ZAR) oder botswanische Pula (BWP) als Wechselgeld anbietet, rechne kurz nach – da wird an Tankstellen gerne mal ein paar Cent zu deren Gunsten geschummelt.
Egal ob du von Nord nach Süd oder Süd nach Nord fährst: Tausch an den Grenzen immer nur so viel, wie du für die ersten Tage (Sprit, Eintritte, Camps) brauchst.