Rückblick: Von Chinguetti nach Tidjikja (Mauretanien)

Am 26.12.2.22 sind wir dann weitergefahren, mit dem Ziel Tidjikja. Von hieraus wollten wir dann am nächsten Tag die Tour zu den Sahara-Krokodilen starten.

Von Chinguetti fuhren wir in Richtung Atar und bogen dann links ab. Manchmal gibt es Schilder, oft nicht, sie sind nicht lesbar oder in arabischer Schrift – manchmal muss man sie auch erst mit dem Handfeger reinigen, um sie lesen zu können.

Die Strecke ist 350 km, davon die ersten 50 km Piste. Der Rest sollte eine neue Asphatstraße sein – wir freuten uns schon, eindlich mal einen Tag (so gut wie) keine Rappelpiste.

Kurz bevor wir die Teerstraße erreichten kamen wir durch eine wunderschöne Oase und überlegten, ob wir hier Mittagspause machen sollten. Leider haben uns in diesem Ort die Kinder uns mit Steinen beworfen haben. Mein Auto hat einen großen Stein abbekommen.

Wir haben zugesehen, dass wir schnell weiterkamen. Es war bisher das einzige mal, dass wir das erlebt haben – sonst waren immer alle sehr freundlich.

Nachdem wir ca 30 km die schöne neue Asphaltstraße gefahren waren, kam uns ein Toyota aus Deutschland etgegeb, Werner und Esther. Wir hielten an und begrüßeten uns und dann sagten sie, sie hätten eigentlich das gleich Ziel, aber sie wären umgekeht. Nach weitern ca 20 km sollte die Straße weg sein und Sie hätten gedreht, weil sie kein durch- oder drumherumkommen sahen.

Wir sagten: Geht nicht – gibt’s nicht! Und sie fragten ob sie sich uns anschließen können – na klar. Wir fuhre weiter und dann nach einer Kurve ohne irgendwelche Warnhinweise, das:

Wir fanden einen Weg um drumherum zu fahren. Jean hatte sich zur Abwechselung dabei eingegraben – aber das gehört ja hier zur Tagesordnung. Als wir alle auf der anderen Seite des Loches wieder auf der Asphaltstraße waren, fuhre wir weiter. Nach weiteren ca. 100 km eine ähnliche Situation, die Beton-Furt war weggespült. Hier mussten wir dann durchs trocken Flussbett mit Tiefsand.

Aber so ist das hier! Wenn man dann keine Geländefahrzeug hat oder keine Erfahrung, hat man verloren …

Abends ereichten wir dann Tidjikja und fanden ein Camp.

… nichts ist planbar, nichts ist wie es scheint …

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