Nachdem wir (Peter/HZJ75 und ich/Puch-230GE) uns mit HP (Hans-Peter) und seiner marokkanischen Frau Hasna (Landrover) und Andrea und Daniel (Landrover) aus der Schweiz getroffen haben, sind wir dann von Tanger aus übers Rif- und Atlas-Gebirge bis an die Algerische Grenze gefahren. Hier sind wir dann auch durch einige Sandgebiete gekommen.

Der Weg durch die Gebirge führte uns durch atemberaubende Landschaften. Fahrtechnisch (für mich) auch eine Herausforderung. Strecken bis zu 40 km durch die Berge, an Abhänge vorbei und alles auf Schotterpisten.
Zwischendurch sind wir ein durch eine Schlucht, ein trockenes Flussbett gefahren. Witzig war, wir beschlossen, das die Strecke für Peter mit seinem schweren und großen Toyota wohl nicht befahrbar wäre und das sie für mich Unerfahren zu anspruchsvoll wäre. Peter und ich sollten außen herum (ca. 20 km) fahren und wir würden uns dann wieder am Ende der Schlucht treffen. Peter und ich fuhren los, verfuhren uns aber, weil abgerutschte Berghänge den Weg versperrten und irgendwann waren wir auch ein einem breiten (trockenen) Flussbett. Alle Einheimische die wir fragten, zeigt in Richtung Flussbett und sagten ‚Le Route‘ also fuhren wir das Flussbett lang, um heraus zu kommen aus dem Disaster. Es wurde schmaler und schmaler und steiniger (Felsblöcke) – wir fuhren weiter. Nach viel Anstrengung (wir dachten manchmal es geht nicht mehr vor und zurück) wurde die Schlucht wieder breiter. Als wir herauskamen, standen die anderen vor uns und suchten immer noch den Eingang in die Schlucht! Und zum Spaß der anderen (mein Spaß war auf null) fuhren wir wieder zurück durch die Schlucht, weil es auf der andere Seite auf unsere Route weiterging.


Und dann immer wieder Berge, Schotterpisten und Abhänge
Hierbei kamen wir auch durch einige Bergdörfer.
Übernachtet haben wir häufig in der freier Natur.







In der Mittagszeit haben wir immer zugesehen, das wir durch ein Dorf kamen um etwas zu Essen. Die Restaurants sind sehr freundlich und preiswert. Ein Mittagessen mit großen Salat, Fleisch (Spieße o.ä) und Pommes oder eine Tajine (gekochtes/gedünstetes Fleisch, Gemüse und Reis/Couscous/Pommes), alles immer mit Brot, mit einem Getränk und einem Minz-Tee hinterher, kostet etwa umgerechnet 5 Euro.








Nachdem wir die Berge hinter uns gelassen hatten, ging es dann in den Sand – Ausläufer der Sahara. Hier musste ich auch erst einmal einige Erfahrung sammeln, aber ich habe von den Anderen ein bisschen gelernt. Sie haben mir auch immer geholfen, dass ich mein Auto wieder frei bekam.
Bei dem ersten Video muss ich sagen, dass das Video den ca. zehnten Anlauf zeigt um über den Sandhügel zu kommen. Die male davor habe ich mich immer erbarmungslos eingegraben.
Über den Sandhügel gekommen habe ich den klassischen Fahrfehler gemacht und Gas weggenommen – weil üch war ja darüber bin – aber schon saß ich wieder fest. Dann hat man beschlossen, dass ich mich mit der Winde selber herausziehen sollte, was dann auch (mit Anleitung) funktioniert hat.
Der nächste Abschnitt an der algerischen Grenze entlang war mehr eine Materialschlacht: ca 200 km Schotterpiste mit Steinfelder. Auch hier haben wir wieder im Freien übernachtet. Eine unglaubliche Stille mit einem wunderbarer Sternenhimmel.
Die Strecke hat mir eine ordentliche Delle in der Felge eingebracht, die aber problemlos repariert werden konnte. Der Vorteil einer Stahlfelge!


Als wir wieder feste Straße hatten und das nächste Camp ansteuern wollten passierte es dann: Der Motor von Peters Toyota gab klackernde (sehr ungesunde) Geräusche von sich. Wir haben ihn dann bis in das Camp von Zagora geschleppt.







